Sondergerichtsbarkeit für den Frieden in Kolumbien

18. September 2019

Colloquia Iuridica

Zeitraum
18.09.2019
11:00 Uhr

Ort
FernUniversität, Gebäude 3, Raum Ellipse, Erdgeschoss, Universitätsstraße 11, 58097 Hagen

Veranstalter/-in
Institut für Internationale Rechtsbeziehungen und Dimitris-Tsatso-Institut für Europäische Verfassungswissenschaft

Referent/-in
Prof. Juan Ramon Martínez Vargas
lehrt an der Universidad del Rosario (Bogotá) Menschenrechte und Völkerrecht. Er wurde an der Universidad Alfonso X El Sabio de Madrid promoviert. Derzeit ruht seine Professortätigkeit wegen seiner Aufgaben als Richter am Sondergericht. Einladungen zu Vorträgen führten ihn bereits nach China, Spanien, Deutschland, Israel und zahlreiche lateinamerikanischen Länder.

Auskunft erteilt
Nils Szuka

Unter dem Titel „Jurisdicción Especial para La Paz en Colombia“ wird Prof. Juan Ramon Martínez Vargas einen Vortrag über die Sondergerichtsbarkeit für den Frieden in Kolumbien halten. Im Anschluss an den Vortrag und die Diskussion mit dem Referenten lädt das Institut für Internationale Rechtsbeziehungen der Rechtswissenschaftlichen Fakultät zu einem Imbiss ein. Prof. Martínez, der Richter der Sondergerichtsbarkeit ist, wird darüber referieren, inwiefern Aspekte der Menschenrechte, des Verfassungsrechts und des Völkerrechts hier zusammenkommen.

Im November 2016 unterzeichneten die kolumbianische Regierung und die FARC-Guerilla einen Friedensvertrag. Der Vertrag weist den Weg für die Überwindung wesentlicher Konfliktursachen. Die eingerichtete Sondergerichtsbarkeit ist das Rückgrat des Friedensprozesses: Sie sieht für Verbrechen im Zusammenhang mit dem über 50 Jahre währenden bewaffneten Konflikt Strafminderung im Gegenzug gegen Aufklärung der Wahrheit, Reparation und bei Nichtwiederholung der Straftaten vor.

Der Vortrag wird auf Spanisch gehalten, es wird eine Übersetzungshilfe angeboten. Er ist öffentlich, alle Interessierten sind willkommen.


Gerd Dapprich | 21.08.2019