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Woche 4

Digitale Unterschriften und Zertifikate - Mit wem rede ich gerade im Internet?
(Prof. Dr. Keller)


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Impulsvideo




Folien zum Video (.ppt, 4,4MB)


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Zusammenfassung


Thema der letzten MOOC-Woche war die soziotechnische Vertrauensproblematik, die sich mit der E-Mail-Kommunikation über das Internet verbindet: Mit wem redet man gerade wirklich im Internet? In seinem Impulsvortrag legt der Informatiker Prof. Dr. Jörg Keller dar, dass man beim Austausch per Email nicht darauf vertrauen kann, dass das Gegenüber die Person ist, die sie zu sein vorgibt. Im Gegenteil, wie Prof. Keller an einer in seinem Namen versendeten Fakemail illustriert, ist es ohne Weiteres möglich, die Absenderadresse einer Email sei zu fälschen und so im Namen anderer aufzutreten. Das Aufdecken eines solchen Schwindels sei zudem nur mit erheblicher Sachkenntnis und zeitlichem Aufwand möglich. Mit den digitalen Unterschriften und Zertifikaten stellte der Informatiker dann Instrumente vor, die Vertrauen in die Identität der Absender schaffen können. Dies gelingt, so Prof. Keller, da Zertifizierungsstellen in Deutschland einer Registrierungs- und Genehmigungspflicht unterliegen. Ausgehend von diesem geprüften Startpunkt kann eine Kette von gültigen Zertifikaten zustande kommen, welche die Identität des Absenders validiert. Einige Arbeitsaufträge gaben den Studierenden abschließend Gelegenheit, diese Instrumente einmal selbst auszuprobieren.

Schwerpunkte der Diskussion auf Moodle waren in dieser Woche die Fragen „Gibt es Unterschiede zwischen Vertrauen im echten Leben und im Web?“ und „Müssen internetvermittelte Kontakte grundsätzlich weniger vertraulich als Echtweltkontakte ausfallen?“. Dabei stellte sich heraus, dass auch bei den meisten Echtweltkontakten weder eine erkennungsdienstliche Behandlung erfolgt, noch lässt man sich üblicherweise den Personalausweis zur Identitätsfeststellung zeigen. So gesehen stütze man sich auch außerhalb der Internetkommunikation oft nur auf weiche Vertrauensindizien. Diese Gemeinsamkeit brachte einige Diskussionsteilnehmer dazu, die dichotome Kontrastierung des „echten Lebens“ mit dem „Leben im Web“ infrage zu stellen. Auch das Web gehöre nach Meinung einiger Teilnehmer zum „echtem Leben“ und entsprechend gelte es, bei der Kommunikation in beiden Domänen, das gleiche Urteilsvermögen einzusetzen. Dass dieses kritische Urteilsvermögen durchaus nicht immer konsequent und situationsübergreifend eingesetzt wird, wurde am Beispiel von virtuellen Partnerbörsen und Online-Bewerbungen aufgedeckt: In beiden Fällen werden oft sensible und private Daten mehr oder weniger ungeprüft an einen persönlich unbekannten Empfänger gesendet. Dies selbst von Menschen, die sonst um Ihre Daten besorgt sind. Hier gilt es also, achtzugeben und den sprichwörtlichen „gesunden Menschverstand“ zu nutzen, mit dem - so Prof. Keller - ja auch Nicht-Informatiker ausgestattet sind.


Mit 30 Beiträgen stand in dieser Woche das Thema „Gibt es Unterschiede zwischen Vertrauen im echten Leben und im Web?“ im Vordergrund. Zentral für die Diskussion war die Frage, ob internetvermittelte Kontakte grundsätzlich weniger vertraulich als Echtweltkontakte ausfallen müssen und welche unterschiedlichen Vertrauensindizien im Web und in der Echtwelt zur Verfügung stehen.

Link zu Moodle (nur mit FernUni-Account zugänglich)

Daneben wurde auch die nicht ganz unproblemtische Einrichtung eines Zertifikats für die Fernuni-Mailadressen der Teilnehmer thematisiert.

Link zu Moodle (nur mit FernUni-Account zugänglich)

Der MOOC auf Twitter
Auch auf der Microblogging Plattform Twitter wurde der MOOC #iddg13 digital bearbeitet. Generell gibt es auf die Twitter die Beschränkung auf 140 Zeichen, was eine tiefer gehende Debatte zu einer großen Herausforderung macht. Dafür wurde im MOOC #iddg13 eine differenzierte Forenstruktur im LMS Moodle geschaffen, d.h. inhaltliche Diskussionen wurden vorstrukturiert, ohne jedoch eine Beschränkung hinsichtlich der Länge der Beiträge vorzugeben. Vor diesem Hintergrund verlief die Interaktion und Kommunikation auf Twitter hauptsächlich als Kanal für allgemeinen Austausch zum MOOC, zum Posten von themenrelevanten Inhalten und zum Stellen von organisatorischen Fragen. Typisch für MOOCs zeigte sich auch im #iddg13 der Effekt, dass nur eine kleine Gruppe von NutzerInnen Twitter aktiv verwendeten.


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Feedbackvideo




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Zitate von dem Impulsgeber Prof. Keller zum MOOC


Zu seinen Erwartungen:

"Meine Erwartungen waren konkret mit Studierenden aller Fachrichtungen einmal über mein Fachgebiet diskutieren zu können."

"Für mich eine Gelegenheit, auf die Wichtigkeit des Fachs IT-Sicherheit aufmerksam machen zu können."


und ob sich diese dann erfüllt haben:

"Ich fand es gut, dass die Studierenden bereit waren, sich auf das Thema IT-Sicherheit einzulassen und zu diskutieren. Das hat mir große Freude gemacht."


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Wordle Woche 4

 
       
       
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